Berlin hat ein Gesetzt für junge Menschen, also für euch! Das Jugendförder- und Beteiligungsgesetz. Dieses Gesetz verpflichtet alle Jugendämter in Berlin einen Plan zu machen, wie es junge Menschen fördern möchte. Dieser Plan heißt Jugendförderplan und wird alle vier Jahre geschrieben. In diesem Plan steht zum Beispiel drin wie viele Kinder, Jugendliche und auch junge Erwachsene in Mitte leben. Es wird beschrieben wie viele junge Menschen Freizeiteinrichtungen besuchen und wie sie ihre Zeit dort am Liebsten verbringen. Darin steht aber auch, was noch fehlt, damit ihr gesund und glücklich aufwachsen könnt. Erwachsene, die Entscheidungen darüber treffen wieviel Geld für eure Freizeitangebote, Reisen und Projekte ausgegeben wird, müssen diesen Plan prüfen und eure Kritik, Anregungen und Ideen beachten! Es geht dann darum, dass das Geld z.B. für neue Projekte, Spielmobile, Jugendclubs oder Reisen nach euren Bedürfnissen eingesetzt wird. Denn ihr seid die Expertinnen dafür!
Ein Teil des Planes ist ein Bericht darüber, was ihr denkt. Der Bericht hat den langen, aber schönen Namen: „Bericht zur Sichtweise junger Menschen“. Darin soll stehen:
- Was gefällt euch Bezirk Mitte (Wedding, Gesundbrunnen, Moabit, Zentrum) und was kann man besser machen ?
- Welche Angebote und Projekte braucht ihr oder wollt ihr selbst umsetzen (also z.B. Freizeittreffs, Sportangebote, Ferienfahrten, …)?
- Was sind eure Themen und Anliegen, die mehr Beachtung finden sollten?
- Was wünscht ihr euch?
Das herauszufinden ist unsere Aufgabe! Dafür waren wir in 2024 mit vielen Projekten im Bezirk unterwegs. Einmal im Jahr schreiben wir auch eine Dokumentation, die unsere Arbeit zusammen fasst und einmal alle vier Jahre einen Bericht zu Sichtweisen junger Menschen, wo es um eure Themen und Anliegen geht. Der Bericht zeigt deutlich: Junge Menschen wünschen sich vor allem Sicherheit im öffentlichen Raum, bezahlbare Freizeit- und Essensangebote, mehr Orte für Begegnung, gut erreichbare Sport- und Bewegungsflächen sowie echte Mitbestimmung in Schule und Stadtteil. Viele Themen betreffen unmittelbar die Lebensqualität in den Kiezen – und gleichzeitig Bereiche der Jugend-, Sozial-, Bildungs- und Stadtentwicklungspolitik.

Die Ergebnisse flossen in den Jugendförderplan (2026-2029) des Bezirks Mitte ein und richten sich außerdem an Fachkräfte, Verwaltung, Politik sowie Akteur*innen der Stadtplanung. Sie bieten eine wichtige Grundlage, um Angebote und Strukturen im Bezirk gezielt weiterzuentwickeln – orientiert an dem, was junge Menschen selbst formuliert haben.
Der Bericht wurde erstellt vom Kinder- und Jugendbüro Mitte (Moabiter Ratschlag e.V. und Bezirksamt Mitte von Berlin, Abteilung Jugend, Familie und Gesundheit) in Kooperation u.a. mit den Sozialraumkoordinationen, der Jugendförderung, der Jugendhilfeplanung. Besonderer Dank gilt allen jungen Menschen, die mitgemacht haben, sowie den vielen Fachkräften, die die Befragungen begleitet haben.
👉 Hier herunterladen: Bericht zur Sichtweise junger Menschen in Mitte (PDF). Auf unserem Instagram-Kanal findest du auch Informationen dazu: @kjb_mitte. Es gibt noch viel mitzubestimmen im Bezirk. Seid dabei!